Unesco

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Herr Schumacher, Sie sind Vater von zwei Kindern. Sind Ihre Kinder der Grund, warum Sie sich für Kinder in Not engagieren?

Ja und nein. Ich habe Kinder schon immer bewundert, auch bevor wir eigene hatten. Kinder sind einfach etwas Besonderes. Sie sind so verletzlich. Sie haben das ganze Leben noch vor sich. Und wenn man sie auf den richtigen Weg bringt, kommt das der ganzen Welt zugute. Die meisten der Probleme von Erwachsenen liegen doch in der Kindheit. Sie haben selbst nicht genügend Liebe und Erziehung erhalten. Kinder können sich eben nicht selbst helfen, ihnen muss geholfen werden.

Sie leben auf der Sonnenseite des Lebens. Ist soziales Engagement für einen Prominenten auch eine Verpflichtung?

Das mag ich nicht beurteilen. Ich glaube, man hat diese Empfindung oder man hat sie nicht.

Wann verspürten Sie zum ersten Mal den Wunsch, Kindern zu helfen?

Diese Idee stammt noch aus der Zeit vor der Formel 1. Als ich Formel 3 gefahren bin, habe ich an zwei Rennen teilgenommen, in Macao (Hongkong) und in Fuji (Japan). Es gab eine Siegprämie von 20 000 £ für den Gewinner beider Rennen. Ich begriff, dass ich die Möglichkeit hatte zu helfen. Früher hatte ich kein Geld. Von dem Moment an, als ich begann mehr Geld zu verdienen, als ich jemals zu hoffen gewagt hatte, habe ich dieses Bedürfnis verspürt.

Sie sind von UNESCO ausgezeichnet worden, weil Sie sich für Kinder in Not engagieren. Wie vermitteln Sie Ihren Kindern diese Werte?

Ich glaube, die Tatsache, dass Corinna und ich beide aus einem normalen Elternhaus stammen, macht es uns ein bisschen leichter. Wir leben relativ normal, und wir versuchen, unseren Kindern zu zeigen, dass man nicht alles wollen muss.

www.unesco-kinder.de