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Einmal ist keinmal – zweimal ist nochmal

22.10.2015

Einmal ist keinmal?  Zweimal ist nochmal!

Vor 20 Jahren holt Michael Schumacher seinen zweiten Weltmeister-Titel in Folge, und reiht sich damit schon früh in die Liga der ganz Großen der Formel 1 ein.

Einmal ist keinmal? Das klingt, als wäre es überhaupt einfach Formel-1-Weltmeister zu werden. Ist es natürlich nicht. Aber trotzdem tritt Michael Schumacher mit seinem zweiten Titeltriumph mit dem Benetton-Rennstall am 22. Oktober 1995 den Beweis an, mehr zu sein als ein „One-Hit-Wonder“.

Der erste Titelgewinn eines Deutschen in der Formel 1 im Jahr zuvor hatte die Engländer, die den Motorsport als ihr natürliches Herrschaftsgebiet ansehen, beinahe in der Ehre gekränkt. Und 1995 ist es wieder dieser Michael Schumacher, der Damon Hill den angestrebten WM-Triumph streitig macht. Nicht schnell, und vor allem nicht hart genug sei Hill, befinden sie in der Heimat.

Beim drittletzten Rennen der Saison, dem Großen Pazifik-Preis im japanischen Aida, will Hill alle Kritiker und vor allem Schumacher vom Gegenteil überzeugen. Hill startet als Zweiter, Schumacher als Dritter. Nach einem Duell gleich in der ersten Kurve fallen beide zurück. Doch mit einer geschickten Boxenstopp-Strategie und unter voller Ausnutzung seiner frischen Reifen übernimmt Michael Schumacher nach 50 Runden die Führung, und gibt sie nicht mehr ab. Die Belohnung: Der zweite Weltmeistertitel.

Auf die gleiche Anzahl kommt auch Damon Hills Vater Graham, allerdings nicht hintereinander. Aber gerade diese Doppelerfolge zeichnen viele der Ausnahmerennfahrer in der Formel 1 aus. Zeugen sie doch davon, dass jeder von ihnen eine Ära prägen konnte. Michael Schumacher reiht sich schon früh in eine beeindruckende Galerie ein.

Erster Wiederholungstäter der Geschichte war Alberto Ascari 1952/53. Dem Argentinier Juan-Manuel Fangio gelangen zwischen 1954 und 1957 gleich zweimal zwei Titel hintereinander. Auch der Australier Jack Brabham (1959/60) und natürlich Alain Prost (1985/86) und Ayrton Senna (1990/91) haben das vor Michael Schumacher geschafft.

Er selbst wird später bei Ferrari fünf Titel aneinanderreihen, aber es wird auch weitere doppelt erfolgreiche Fahrer in der Königsklasse geben, mit denen Michael Schumacher kämpft: Mika Häkkinen (1998/99) und Fernando Alonso (2005/2006), natürlich auch Sebastian Vettel (2010-2013).

Mit geradezu kindlicher Freude feiert Michael Schumacher seinen vorzeitigen Titel, und er weiß zu diesem Zeitpunkt schon, dass auf ihn bei Ferrari ein neues Kapitel seiner Karriere wartet. Aber erst einmal genießt er den. Er hat es sich selbst bewiesen, und der ganzen Welt gleich dazu. Entsprechend groß sind die Resonanz und die Achtung, die ihm entgegengebracht werden. Im Alter von 26 Jahren hat er sich endgültig in der Spitze der Formel 1 etabliert.

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